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Pferd und Reiter unterwegs

Tag: Westernturnier

Westernreiten - das Calf und Team Roping

Um was es beim Calf Roping geht, das wird eigentlich durch den Namen der Sportart schon recht schnell klar. Natürlich darum mit dem Lasso Kälber einzufangen.

Diese Disziplin findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. In den USA ist sie längst eine der populärsten Disziplinen des Westernreitens.

Ziel ist es, beim Calf Roping ein Kalb in möglichst kurzer Zeit mit dem Lasso einzufangen.

Neben der Sandarena, in der das Calf Roping stattfindet, befinden sich zwei Starboxen. In einer befindet sich das Kalb, in der anderen Pferd und Reiter.

Ein Seil sorgt dafür, dass der Reiter nicht aus der Startbox heraus kann. Wenn das Kalb dann aus seiner Box gelassen wurde, fällt auch das Seil und es geht los.

Möglichst schnell muss der Reiter nun versuchen das Kalb zu fangen. Es ist also wichtig, sofort im vollen Galopp aus der Startbox zu gelangen. Ein reaktionsschnelles Pferd ist deshalb sehr wichtig. Quarter Horses werden bei dieser Disziplin einmal mehr bevorzugt.

Schon beim Losreiten muss aber auch der Reiter dazu bereit sein, das Lasso zu schwingen und dem Kalb nachzusetzen.

Die besten Reiter brauchen nur wenige Sekunden, um das Kalb zu erreichen und ihm das Lasso um den Hals zu werfen. Wenn dies bei Profis derart einfach wirkt, vergisst man schnell wie schwierig es wirklich ist. Wer es im Rahmen eines Westernseminars oder in einer auf Western spezialisierten Reitschule ausprobiert, wird jedoch eines besseren belehrt.

Lassowerfen ist schon als “Trockenübung” unheimlich schwierig.
Doch zurück zum Verlauf des Calf Ropings. Der Reiter - und natürlich sein Pferd - müssen nun das Lasso um den Hals des Kalbs gespannt halten.

Dann muss das Pferd diese Arbeit alleine weiter machen, denn der Reiter springt ab, wirft das Kalb zu Boden und bindet drei seiner Beine zusammen - die typische Arbeit des Viehhirtens im Wilden Westen.

Man benötigt also beim Calf Roping ein perfekt ausgebildetes Pferd. Dies erfordert

viele Jahre der Ausbildung, aber am Ende hat man einen echten Partner an der Seite.

Das Pferd muss clever sein, schnell reagieren und selbstständig handeln.

Wenn er damit fertig ist, wird die Zeit angehalten und der Richter zeigt an, dass die Prüfung beendet ist.

35 Sekunden hat der Teilnehmer für die Arbeit auf dem Boden Zeit. Doch es gibt Profis, die es in weniger als 10 Sekunden schaffen - beeindruckend.

As Team Roping hat in etwa die gleichen Regeln wie das Calf Roping. Nur dass hier ein Team von zwei Reitern gleichzeitig starten. Sie haben es nicht mit einem Kalb zu tun, sondern mit einem Bullen oder einer besonders kräftigen Kuh.

Ein Reiter ist der “Header” - er wirft das Lasso um den Hals des Rinds.

Der andere ist der “Heeler” - er muss das Lasso um die Hinterbeine des Pferdes werfen.

Wenn beide dies geschafft haben, gibt der Richter die Prüfung als beendet.

Manche Teilnehmer schaffen das in weniger als 10 Sekunden.

Eine perfekte Zusammenarbeit sowohl mit dem Pferd als auch mit dem Partner ist in dieser Prüfung besonders wichtig.

 

Mehr dazu in folgenden Blogs:

http://ropersonly.com/ropingblog/

http://blogsforallcn.wordpress.com/2008/10/24/comprehension-of-the-importance-and-the-popularity-of-the-horse-american-quarter/

http://blogsforallcn.wordpress.com/2008/10/24/choice-of-the-right-horse-for-calf-roping/

http://missqueencity.wordpress.com/2008/08/26/cowboys-do-exist/

http://fackrellhorses.blogspot.com/2009/01/partners.html

http://steveatkinsonstudio.blogspot.com/2009/02/big-dreams.htm

http://runpr.blogspot.com/2009/02/feb-7-usatf-cross-country-national.html

Westernreiten - die Halter Prüfungen

Sie sind ein weiterer Bestandteil von Westernprüfungn, der hierzulande nicht so bekannt ist. Halterprüfungen werden aber auch in Deutschland immer öfter durchgeführt.

Sie sind so etwas wie die Materialprüfungen der Westernreiter.
In den USA sind sie zu wahren Showwettkämpfe geworden, bei denen nur die schönsten und teuersten Quarter Horses der Region teilnehmen dürfen. Diese Prachtpferde werden bei Halter Prüfungen einer fachkundigen Jury präsentiert.

Auch bei uns geht es darum, sein Pferd besonders schön für diese Prüfung herauszuputzen, es aber auch gut zu präsentieren.

Zugelassen sind sowohl Hengste als auch Stuten und Wallache. Es kommt hier nicht nur auf das Bild an, das ein edler Hengst ausstrahlt, auch Stuten und Wallache haben ihre Chance, sollten sie besondere Qualitäten aufweisen.

Schönheit ist ein wichtiger Bestandteil der Wertung. Aber es geht auch um die typischen Rassemerkmale, die beim Pferd hervorstechen sollen.

Dazu kommt die perfekte Haltung, die das Pferd an den Tag legen soll.

Erfahrene Teilnehmer an Halter Prüfungen wissen, wie man das Pferd am besten präsentiert. Kleine Minuspunkte im Körperbau und der Haltung werden da so gut wie möglich kaschiert, was allerdings nicht immer gelingen kann.

In den USA werden zu diesem Zweck spezielle Vorführer engagiert, die ein Pferd perfekt vorstellen. Sie werden für ihren Dienst hoch bezahlt, denn dort hängt oft besonders viel von dem Erfolg in einer Halter Prüfung ab. Zum Beispiel wie beliebt ein Hengst als Zuchthengst ist oder wie teuer sich ein Wallach für den Westernsport verkaufen lässt. Es geht dort bei Halter Prüfungen oft um hohe Geldsummen.

Es gibt bei Halter Klassen unterschiedliche Klassen für Hengste, Stuten und Wallache. Denn der Körperbau der Pferde variiert oft deutlich. Zum Beispiel hätte ein Wallach ja niemals einen solchen Hals wie ein Hengst.

Die Pferde befinden sich alle noch in der Entwicklung, so dass diese Unterschiede ganz besonders deutlich werden. So werden auch Alterklassen eingeteilt. Es geht oft schon im Jährlingen los, Zweijährige, Dreijährige und alertere Pferde sind die weiteren üblichen Klassen.

Es wird jeweils der Sieger als auch der Zweite einer Klasse prämiert.

In den USA geht es noch weiter - denn dort werden noch ein Grand Champion und Reserve Champion aller Klassen gewählt. Dies ist dann das Pferd, welches von allen teilnehmenden Pferden der Jury am besten gefallen hat.

Die Halter Prüfungen sind auch hierzulande eine gute Sache, um junge Pferde an den Westernreitsport zu gewöhnen. Die Karriere eines Westernpferdes im Reining beginnt ja oft schon mit fünf bis sechs Jahren, so ist es gut, wenn die Pferde schon zuvor an Halterprüfungen teilgenommen und sich an den Rummel bei einem Turnier gewöhnt haben.

Mehr über diese Disziplin:

http://rockinghorsefarm.blogspot.com/2008/08/more-horse-shows-more-pictures.html

http://wittelsbuerger.de/blog/?p=131

http://www.wikihow.com/Groom-Your-Horse-for-a-Halter-Class

http://ezinearticles.com/?Western-Show-Clothing—What-You-Need-to-Know-For-Each-Class&id=1913518

Westernreiten - Disziplinen: Western Pleasure und Western Riding

Bei Western-Turnieren gehören diese beiden Disziplinen eher zu den unspektakulären Auftritten von Pferd und Reiter. Hier fehlen die Rasanz von Reining oder Barrel Racing oder das Spektakel vom Cutting. Trotzdem haben Western Riding und Western Pleasure ihren eigenen Reiz und dürfen ganz selbstverständlich auf keinem Westernturnier fehlen.

Im Western Riding geht es darum, dass das Pferd zeigen muss, dass es über die Qualitäten eines guten Arbeitspferdes verfügt.

Deshalb geht es in erster Linie darum, das Pferd in den drei Grundgangarten ruhig und gelassen zu präsentieren. Es soll sich entspannt auf alle Hilfen des Reiters einlassen, sich ihm hingeben.
Im Western Riding werden durchaus auch Teile des Trail abgefragt. So gibt es auch hier einen kleinen Hinderniskurs, den es zu überwinden gilt. Sämtliche Hindernisse können auch in der freien Natur vorkommen.

Eine Aufgabe beim Western Riding ist zum Beispiel das Öffnen und Schließen eines Tores. Das muss natürlich vom Sattel aus geschehen, der Reiter muss seine Handgriffe sicher durchführen, das Pferd darf nicht nervös werden, steigen oder anderweitig “herumhampeln”. Solche Ausfälle kosten Punkte.

Naturhindernisse wie Baumstämme kommen ebenso vor wie Stangen Hindernisse oder Fässer.

Dazu kommen aber auch immer wieder kleine dressurmäßige Aufgaben wie etwa das Heranreiten im Schritt an einen vorgegebenen Punkt, an dem dann abgetrabt wird und bei der nächsten Rune auch Galopp abgefragt wird.

Auch ein kleiner Sliding Stop und das Rückwärtsrichten sind immer Bestanteil der Prüfungen.

Western Pleasure ist wieder eine ganz andere Aufgabe und Herausforderung. Dabei klingt es am Anfang ganz einfach, denn beim Western Pleasure wird nicht einmal traditionelle Westernbekleidung des Reiters benötigt. Aber auch wenn hier alles ein wenig lockerer gesehen wird, ist Western Pleasure (übersetzt “Spaß”, “Freude”) doch eine sehr spannende Disziplin des Westenreitens. Es geht hier zu wie in einer klassischen Dressurprüfung. Aber natürlich mit der gewissen Lockerheit des Westernreitens. Auch sind die Übungen und Prüfungsbestandteile im Western Pleasure nicht so schwierig wie beim Reining. Man könnte Pleasure und Reining als M-Dressur und Grand Prix vergleichen.

Hier im Western Pleasure geht es vor allem um die Ausbildungsskala des jungen Pferdes. Nacheinander werden die verschiedenen Gänge und die Übergänge von einer Gangart zur nächsten präsentiert.
Bewertungskriterien sind dabei der Schwung und Gehorsam, die Losgelassenheit des Pferdes, aber auch die korrekter Hilfengebung des Reiters.

Die Pleasure Übung wird zusammen mit anderen Reitern in einer Gruppe gezeigt. Meist bilden 20 Reiter eine Gruppe. Diese reiten zusammen die Grundgangarten auf der rechten und linken Hand. Am Ende stehen alle Reiter in der Mitte der Bahn und es ist noch einmal allgemeines Rückwärtsrichten angesagt. Dieses muss absolut korrekt ablaufen. Ruhe ist immer wichtig im Pleasure Bereich. Denn alles andere bringt  Minuspunkte. Ein Pferd zum vollendeten Westernpferd zu machen, erfordert wie bei jedem Pferd eine große Anstrengung und stetiges Üben. Der Stand der Ausbildung lässt sich bestens bei Western Pleasure Prüfungen kontrollieren. Sozusagen sind sie die Materialprüfungen des Westernbereichs.

Weitere logs über diese Western-Disziplinen:

http://simplymarvelous.wordpress.com/2008/06/18/save-gas-ride-a-horse-check-out-honest-johns-new-and-used-horses/

http://hoofcare.blogspot.com/2007/11/western-pleasure-gait-analysis-not-what.html

http://www.reitwelten.de/2008/09/02/hoechstdotierte-pleasure-klasse-bei-der-q8-der-dqha-in-aachen

http://fannymanson.blogspot.com/2007/01/judging-western-pleasure-class.html

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