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Pferd und Reiter unterwegs

Tag: Westernpferd

Westernreiten - Disziplinen: Western Pleasure und Western Riding

Bei Western-Turnieren gehören diese beiden Disziplinen eher zu den unspektakulären Auftritten von Pferd und Reiter. Hier fehlen die Rasanz von Reining oder Barrel Racing oder das Spektakel vom Cutting. Trotzdem haben Western Riding und Western Pleasure ihren eigenen Reiz und dürfen ganz selbstverständlich auf keinem Westernturnier fehlen.

Im Western Riding geht es darum, dass das Pferd zeigen muss, dass es über die Qualitäten eines guten Arbeitspferdes verfügt.

Deshalb geht es in erster Linie darum, das Pferd in den drei Grundgangarten ruhig und gelassen zu präsentieren. Es soll sich entspannt auf alle Hilfen des Reiters einlassen, sich ihm hingeben.
Im Western Riding werden durchaus auch Teile des Trail abgefragt. So gibt es auch hier einen kleinen Hinderniskurs, den es zu überwinden gilt. Sämtliche Hindernisse können auch in der freien Natur vorkommen.

Eine Aufgabe beim Western Riding ist zum Beispiel das Öffnen und Schließen eines Tores. Das muss natürlich vom Sattel aus geschehen, der Reiter muss seine Handgriffe sicher durchführen, das Pferd darf nicht nervös werden, steigen oder anderweitig “herumhampeln”. Solche Ausfälle kosten Punkte.

Naturhindernisse wie Baumstämme kommen ebenso vor wie Stangen Hindernisse oder Fässer.

Dazu kommen aber auch immer wieder kleine dressurmäßige Aufgaben wie etwa das Heranreiten im Schritt an einen vorgegebenen Punkt, an dem dann abgetrabt wird und bei der nächsten Rune auch Galopp abgefragt wird.

Auch ein kleiner Sliding Stop und das Rückwärtsrichten sind immer Bestanteil der Prüfungen.

Western Pleasure ist wieder eine ganz andere Aufgabe und Herausforderung. Dabei klingt es am Anfang ganz einfach, denn beim Western Pleasure wird nicht einmal traditionelle Westernbekleidung des Reiters benötigt. Aber auch wenn hier alles ein wenig lockerer gesehen wird, ist Western Pleasure (übersetzt “Spaß”, “Freude”) doch eine sehr spannende Disziplin des Westenreitens. Es geht hier zu wie in einer klassischen Dressurprüfung. Aber natürlich mit der gewissen Lockerheit des Westernreitens. Auch sind die Übungen und Prüfungsbestandteile im Western Pleasure nicht so schwierig wie beim Reining. Man könnte Pleasure und Reining als M-Dressur und Grand Prix vergleichen.

Hier im Western Pleasure geht es vor allem um die Ausbildungsskala des jungen Pferdes. Nacheinander werden die verschiedenen Gänge und die Übergänge von einer Gangart zur nächsten präsentiert.
Bewertungskriterien sind dabei der Schwung und Gehorsam, die Losgelassenheit des Pferdes, aber auch die korrekter Hilfengebung des Reiters.

Die Pleasure Übung wird zusammen mit anderen Reitern in einer Gruppe gezeigt. Meist bilden 20 Reiter eine Gruppe. Diese reiten zusammen die Grundgangarten auf der rechten und linken Hand. Am Ende stehen alle Reiter in der Mitte der Bahn und es ist noch einmal allgemeines Rückwärtsrichten angesagt. Dieses muss absolut korrekt ablaufen. Ruhe ist immer wichtig im Pleasure Bereich. Denn alles andere bringt  Minuspunkte. Ein Pferd zum vollendeten Westernpferd zu machen, erfordert wie bei jedem Pferd eine große Anstrengung und stetiges Üben. Der Stand der Ausbildung lässt sich bestens bei Western Pleasure Prüfungen kontrollieren. Sozusagen sind sie die Materialprüfungen des Westernbereichs.

Weitere logs über diese Western-Disziplinen:

http://simplymarvelous.wordpress.com/2008/06/18/save-gas-ride-a-horse-check-out-honest-johns-new-and-used-horses/

http://hoofcare.blogspot.com/2007/11/western-pleasure-gait-analysis-not-what.html

http://www.reitwelten.de/2008/09/02/hoechstdotierte-pleasure-klasse-bei-der-q8-der-dqha-in-aachen

http://fannymanson.blogspot.com/2007/01/judging-western-pleasure-class.html

Die Disziplinen beim Westernreiten: Barrel Racing und Pole Bending

Barrel Racing und Pole Bending sind besonders in den USA und Kanada zwei Disziplinen, die bei keinem Westernturnier fehlen dürfen, gehören sie doch zu den aufregendsten und rasantesten Wettkämpfen. Auch hierzulande finde die beiden Speed-Disziplinen unter den Westernprüfungen immer mehr für viele Zuschauer.

Häufig nehmen am Barrel Racing und Pole Bending hier nicht nur die typischen Westernpferderassen, sondern auch Haflinger oder Ponyrassen teil.

Und auch immer mehr Freizeitreiter entdecken die Disziplinen für sich, einfach als guten Ausgleich und Reiterspiel, das Spaß macht.

Barrel Racing ist ein Rennen auf Zeit um Fässer herum. Genauer gesagt handelt es sich um drei Fässer, die in regelmäßigen Abständen in Form eines Dreiecks auf dem Sandplatz aufgestellt werden.
Wenn der Reiter mit seinem Pferd die Startlinie passiert und auf das erste Fass zugaloppiert, läuft auch die Uhr.

Interessant ist dann, wie die Fässer angeritten werden. Um das erste fass herum reitet der Westernreiter einen Kreis von 360° nach rechts, dann geht es weiter zu Fass Nummer Zwei. Dieses umkreist er links herum um 360°, ebenso wie das dritte Fass.

Danach reitet der Teilnehmer so schnell wie möglich ins Ziel.

Natürlich gibt es beim Barrel Racing Abzüge, wenn ein Fass umgeworfen oder ein Fass nicht richtig herum angeritten wird. Das bedeutet Strafe. Letztendlich hat also der schnellste Reiter ohne Fehler gewonnen.

Es gibt auch Barrel Racing Wettkämpfe, bei denen zwei Reiter gegeneinander antreten, der Sieger weiterkommt und dann im letzten Rennen die beiden besten Barrel Racer aufeinander treffen.

Wichtig sind fürs Barrel Racing schnelle und wendige Pferde, sowie ein gutes Gleichgewicht - und natürlich viel Übung.

 

Pole Bending ist ein Slalom durch aufeinander folgende Stangen. Die Pferde müssen hier bestens ausbalanciert sein und es muss eine besonders gute Verständigung zwischen Reiter und Pferd herrschen. Die Pferde müssen perfekt an den Hilfen stehen.

Da beim Pole Bending die Stangen in Schlangenlinien angeritten werden, müssen die Pferde ständig vom Links- auf den Rechtsgalopp und wieder zurück umschalten.

Meist treten wie auch beim Barrel Racing wie Pferde gegeneinander an, um die Sache spannender zu machen.

Pole Bending funktioniert wie folgt:

Zweimal müssen die sechs Stangen umritten werden, wobei bei der am weitesten vom Start entfernten Stange begonnen wird.

Es geht also von der Startlinie im Galopp bis zur letzten Stange. Dann geht es im Slalom wieder auf den Start zu, wo gewendet wird und wieder durch den Slalom zur Ziellinie geritten wird.

Eine ungeworfene Stange gibt Strafpunkte und kostet eine gute Platzierung. Dafür gibt es 5 Strafsekunden. In diesem Westernrennen geht es oft um Sekundenbruchteile.

Die Pferde fürs Pole Bending müssen noch wendiger sein, als beim Barrel Racing. Sie müssen blitzschnelle Rollbacks beherrschen, um die Wendungen perfekt hinzubekommen.

Pole Bending erfordert wirklich sehr viel Übung und Geschicklichkeit. Und ohne ein begabtes Pferd dafür geht es leider auch nicht. Es gibt auch Westernpferde, die diese Disziplin absolut ablehnen.

Weitere Infos zum Barrel Racing:

http://kjenterprises.wordpress.com/2008/08/01/bring-out-the-western-in-you-rodeo-barrel-racing/

http://mandiburden.wordpress.com/2008/09/01/our-view-of-one-second/

http://caringforyourhorse.wordpress.com/2007/09/14/seventeenflatcom-pop-up-barrels/

Infos zum Pole Bending:

http://www.reiten.biz/westernreiten/Pole-Bending/

Und Westerndisziplinen allgemein:

http://test.equide.at/?p=42

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