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Pferd und Reiter unterwegs

Tag: Cutting

Die Disziplinen beim Westernreiten: Cutting - Wildwest pur

RINDER BEI EINEM CUTTING TURNIER

Cutting ist wohl die Disziplin, welche die meisten Reiter mit dem Wilden Westen und damit mit dem Westernreiten verbinden. Beim Cutting spielen nicht nur Pferde die Hauptrolle, sondern auch Rinder.

Diese Disziplin geht zurück auf die harte Arbeit mit den Rinderherden der frühen Siedler in den Prärien der USA. Doch bis heute hat sich diese Arbeit auf vielen Ranches erhalten und so ist auch Cutting besonders in den USA und Kanada auch als Disziplin des Westernturniers eine willkommene Übung zur Auffrischung des Könnens und zum Training für die jährlichen Viehtriebe, die es immer noch gibt, wenn auch in kleinerem Rahmen.

Das Wort “Cutting” kommt von “to cut”, also “schneiden”. Genau darum geht ist in dieser Westernreit-Disziplin: Ein Ring aus einer Herde herauszuschneiden, es von seinen Artgenossen zu trennen.

Schon 1946 wurde die “Cutting Horse Association” in Fort Worth in Teas gegründet. Seitdem ist Cutting der Nationalsport der Cowboys.

Amerika ist natürlich die Heimat des Sports und das Land, in dem die meisten Wettkämpfe stattfinden. Aber auch Australien und Neuseeland haben ihren eigenen Cutting Stil mit den Australian Stock Horses eingeführt und führen ständig Wettkämpfe durch. Und mittlerweile findet sich auch in Europa feste Gemeinschaft von Cutting Freunden unter den Westernreitern. Auch in Deutschland gibt es einige Höfe, auf denen speziell zu diesem Zweck Rinder gehalten werden.

Allerdings kann in Deutschland nicht das große Geld mit dem Cutting gemacht werden, wie das in den USA möglich ist, wo die Cutting Horse Association hohe Prämien ausschüttet. Es gibt dort Klassen von Anfängern bis Profis und Wettkämpfe nach den Alterklassen der Pferde.

Die Ausbildung eines Cutting Pferdes dauert lang und ist recht schwierig.

Oft muss jahrelang mit den Pferden und Rindern trainiert werden.

Der Wettkampf läuft beim Cutting folgendermaßen ab:
Der Reiter nähert sich der Herde von Rindern, die in einer Ecke des Sandplatzes wartet. Die Zeit läuft bereits beim Reinreiten. Deshalb muss der Reiter auch in Sekundenschnelle wissen, welches Rind er als sein “Opfer” auswählt. Danach wird dem Pferd die Arbeit überlassen. Denn das ist es, was ein gutes Cutting Pferd ausmacht: Der Cow Sense. Es muss von sich aus bereit sein, das Rind in die Enge zu treiben und von der Herde weg zu bringen. Der Reiter darf dabei keinen Einfluss nehmen, lässt die Zügel lang und geht nur passiv mit den Bewegungen des Pferdes mit.
Zwei Minuten Zeit hat das Pferd für die Absonderung des Rindes. Die besten Cutting Pferde schaffen in dieser Zeit auch drei Rinder.

Gerichtet wird beim Cutting auch von bis zu fünf Richtern, die das Pferd beurteilen.

Dabei werden die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen.

Abzüge gibt es von den Richtern, wenn der Reiter mit den Hilfen auf das Pferd einwirkt, wenn die ganze Herde auseinander getrieben wird, ein Kalb zur Herde zurückläuft oder das Pferd dem Kalb die Kruppe zuwendet.

Wendigkeit und Reaktionsvermögen sind besonders wichtig, aber natürlich besonders auch, dass es beim Pferd keinerlei Angst vor den Rindern gibt.

Hier gibt es Infos zu allen Disziplinen im Westernreiten:

http://test.equide.at/?p=42

Über  Amerikanische Cutting Horse Organisationen:

http://www.kyhorseblog.com/kentucky-cutting-horse-association-may-return-to-shelby-county-ky/

Und Verschiedenes zum Thema Cutting:

http://www.sallyharrison.com/?p=918

http://bootblog.allensboots.com/rodeo/cutting-horse-queen-actually-corporate-magnate/

http://www.equitrekking.com/Blog-Entry/138/Cutting-Horse-Dreams:-One-Heck-of-a-Ride.html

Der Westernsattel

Westernreiten - schon dieser Begriff erweckt in fast jedem Reiter hierzulande ein Gefühl von Freiheit, von dem großen Land USA, von endlosen Galoppstrecken und romantischen Sonnenuntergängen in der Prärie.

Klar, das ist das verklärte Bild von Cowboy-Romantik.
Doch Westernreiten an sich ist ein faszinierender Sport, der zwar ebenso harte Arbeit bedeutet, wie die Viehtriebe der Cowboys, doch auch unheimlich viel Spaß bringt, wenn man diese Art des Reitens erst einmal beherrscht.

Hier gibt´s Grundlegendes zum Westernreiten, angefangen mit der Ausrüstung für Pferd und Reiter. Erstes Thema: Der Westernsattel.

Der Westernsattel ist viel größer, aber auch viel bequemer als der klassisch englische Sattel. Ursprünglich wurde er nach den Sätteln der spanischen Konquistadoren konzipiert und sollte vor allem für die langen Trecks im Sattel, welche die ersten Siedler und später die Cowboys hinter sich zu bringen hatten, geeignet sein.

Heute unterscheidet man drei Arten von Westernsätteln: den Schausattel, den Arbeitssattel und den Cuttingsattel.

Der Schausattel wird für Turniere, besonders zum Reining, benutzt und hat eine tiefe Sitzfläche, sowie ein kleines Sattelhorn, das den Reiter nicht behindern soll.

Dies ist beim Arbeitssattel anders. Hier ist das Horn groß und stabil, da daran vor allem früher, immer wieder einmal ein Lasso befestigt werden musste, um ein Kalb einzufangen.

Auch für den Arbeitssattel ist eine tiefe, weiche Sitzfläche charakteristisch, in welcher der Reiter genug Bewegungsfreiheit hat und sich wohl fühlt. Im Arbeitssattel mussten früher viele Stunden verbracht werden. Deshalb ist die Sitzfläche auch mit weichem Kalbsleder überzogen.

Der Cuttingsattel ist speziell für die Arbeit mit Rindern konzipiert. Er hat ein sehr hohes Horn und einen flachen Sitz, der dem Reiter besonders viel Bewegungsfreiheit belässt.

Das Horn des Cuttingsattels, das ja ganz besonders stabil sein muss, um ein Rind daran festzumachen, besitzt einen Metallkern, der mit Lederschichten überzogen ist.

Auch die Steigbügel der Westensättel sind sehr bequem und stabil gebaut. Früher waren sie auch vorne geschlossen, später nahm man davon Abstand.

Die Steigbügel sind - wie der gesamte Westernsattel - prächtig verziert, oft mit Beschlägen oder Silbermünzen, und auch in das Leder selbst sind Verzierungen eingearbeitet worden.

Der Bereich, auf dem Sitzfläche, Vorder- und Hinterzwiesel aufliegen, nennt man “Skirt”. Diese ist oft reich verziert, früher diente sie den Cowboys bei Trecks zur Befestigung ihres Gepäcks.

Für den Sattelbaum werden meistens die Maße eines durchschnittlichen Quarter Horses verwendet, aber es gibt auch andere Formate. Doch deshalb wird der normale Sattelbaum eines Westernsattels häufig als Quarter Horse Tree bezeichnet.

Die Lederblätter über den Steigbügeln nennt man “Fender”. Sie liegen über dem eigentlichen Steigbügelriemen und verhindern, dass der Reiter sich an diesem wund reiben kann, was bei langen Trecks durchaus passierte.

Die Qualität eines Westernsattels hängt ob allem von seiner Verarbeitung, dem verwendeten Leder und ähnlichen Qualitätsmerkmalen ab, die auch für einen klassisch englischen Sattel gelten.

Allerdings sind Westernsättel im Durchschnitt viel teurer als “normale” Sättel. Billige Westernsättel gibt es zwar schon für um die 300 - 500 €, aber wirklich gute Reiningsättel können von 1000 bis 3000 € (Profisattel) kosten. Nach oben hin sind die Grenzen natürlich ohnehin offen.

Wissenswertes zur Herstellung von Westernsätteln fand ich hier.

Wichtig beim Kauf eines Westernsattels ist die perfekte Passform, also unbedingt vor dem Kauf ausprobieren! Außerdem muss darauf geachtet werden, dass viele Größenangaben bei Westernsätteln in Zoll gemacht werden.

Über den Kauf eines Westernsattels wird hier berichtet.

Außerdem fand ich einen interessanten Bericht auf Englisch.

 

Unter dem Westernsattel sollte unbedingt ein “Pad”, eine dicke Westerndecke, gelegt werden. Diese Pads sind dicker als normale Satteldecken und federn den Druck des Sattels auf den Pferderücken besser ab. Pads können aus Wolle oder Kunstfaser sein, innen haben sie meist eine Schaffell oder Filzfütterung.

Es gibt mittlerweile auch Gelpads oder orthopädisch angepasste Pads, wie bei den klassisch englischen Satteldecken.

Auch hier gibt es Informationen zum Thema Westernsattel:
http://www.reiten.biz/westernreiten/Westernreiten/

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